DIE STORY HINTER UNSEREN BUNTEN LEGGINGS

 
Die Stoffe waren früher einmal PET Flaschen, Plastikmüll oder Fischernetze.
Inspiration für die Prints sind die Kunst und das Lebend der Wayuu, die größte indigene Gemeinschaft Kolumbien.

Wie ihr aus unserem letzten Blog-Post schon wisst, sind diese Leggings etwas besonderes. Es ist unsere erste bedruckte Edition, und beim Design der Drucke haben wir uns von den bunten und kräftigen Farben und Mustern der Mochilas, der traditionellen Taschen der Ethnie Wayuu inspirieren lassen. Damit ihr auch wisst, was ihr da anzieht, wollen wir euch heute ein wenig über diese Volksgruppe und ihre Taschen erzählen.

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La Guajira – Lebensraum der Wayuu

Die Wayuu leben auf der Halbinsel La Guajira, die größtenteils zu Kolumbien gehört, sich in ihren Ausläufern aber auch auf venezolanisches Staatsgebiet ausdehnt. Mit einer Gesamtbevölkerung von geschätzt 400.000 Menschen sind die Wayuu die größte indigene Gemeinschaft sowohl Kolumbiens als auch Venezuelas. Ihr soziales Zusammenleben organisiert sich in kleinen, über die Halbinsel verstreuten Dorfgemeinschaften von bis zu 250 Personen, sogenannten Rancherías.


Die Grenzen der Provinz La Guajira in Kolumbien.

Schon seit Jahrhunderten leben die Wayuu in matrilinearen Großfamilien zusammen, die Linien der weiblichen Verwandten stehen also im Vordergrund und bestimmen die Namen der einzelnen Familienmitglieder. Die sozialen Strukturen sind dennoch patriarchalisch bestimmt: ein Mann darf mit mehreren Frauen verheiratet sein, hat er eine Schwester, muss er ihren ältesten Sohn finanziell unterstützen – etwa bei der Bezahlung eines Brautpreises – und ist auch mitverantwortlich für die Erziehung seiner Nichten und Neffen. Gleichzeitig erfahren die Mädchen ab dem Eintritt in die Pubertät eine Art Übergangsritus in das Erwachsenenleben, indem sie einen eigenen Teil des Hauses als die restliche Familie bewohnen und dort auf ihr künftiges Leben im Haushalt und in der Ehe vorbereitet werden.